Filmkritik zu: Evil Dead (Remake 2013)

Nach meiner kürzlichen Filmkritik zum Tanz der Teufel war es nun soweit und ich konnte nun endlich das Remake im Kino sehen. Passender weise heißt er kurz und knapp Evil Dead (entspricht dem englischen Originaltitel des Film). Die Geschichte des Films selbst weicht ein einigen Teilen vom Original ab. Dennoch findet sich der Zuschauer schnell in einer gewohnten Umgebung zurecht.

Der Film selbst handelt von ebenfalls 5 Personen (2 Pärchen und einem einzelnen Mädchen das etwas aus der Gruppe heraussticht). Diese reisen in eine abgelegene Hütte im Wald. Im Gegensatz zum Original und vielen anderen Filmen nach der „Backwoodsladher-Art“ geht es hier nicht darum dass die jungen Leute einen fröhlichen Ausflug machen. Sondern versuchen eines der Mädchen – es handelt sich dabei um Mia (Jane Levy) – von ihrer Drogensucht zu befreien. Daher wollen sie sie mit aller Macht daran hindern ihren kalten Entzug abzubrechen und sie an einer Flucht, vermeintlich vor sich selbst, hindern. Leider haben sich die jungen Leute eine Hütte ausgesucht in der ein Buch zu finden ist dass die Toten unwiderruflich zum Leben zurück erweckt, nachdem eine Beschwörungsformel ausgesprochen wird. Bei dem Buch handelt es sich um das sagenumwobene Necronomicon.
Als nun Mia keinerlei Drogen mehr zu sich nimmt und allmählich zum kalten Entzug übergeht verirrt sie sich im Wald und es nimmt auch schon das Unheil seinen Lauf, denn einer der Jugendlichen sprach bereits, aus reiner Neugierde, die unheilvollen Worte aus. Die Bäume um Mia herum erwecken zum Leben und ab dann bricht eine Flut aus fürchterlichen Ereignissen über die Gruppe herein, an dessen Ende es so recht kein Happy End gibt mag.

Der Film selbst weist eine Vielzahl an Parallelen an die ersten Teile der Reihe auf. Ich beginne zunächst mit Details im Film selbst. Zuallererst kann ich alle Freunde von Ash Williams (Hauptprotagonist der Teile 1-3) beruhigen. Auch im Remake spielt er eine Rolle, bis zuletzt. Weiterhin gab es natürlich die wilden Kamerafahrten durch das Dickicht im Wald, für die Sam Reimy (Regisseur von Tanz der Teufel I-III und auch Drag me to Hell) nicht zu Unrecht bekannt geworden ist. Ebenfalls wurde die gleiche Hütte wie in den ersten beiden Teilen genutzt, selbst auf Details wie auf eine Schaukel vor der Hütte und den Wagen aus dem ursprünglich ersten Teil wurde geachtet. Natürlich ist ebenfalls der Elch (wirklich zum Tragen kommt dieser nur in Tanz der Teufel II) zu sehen. Auch die bereits aus den ersten beiden Teilen bekannte Bodenklappe in der der erste Wahnsinnige der Gruppe, festgehalten wird ist, kommt hir zum Einsatz. Es gab noch eine Vielzahl weiterer Hinweise auf die ersten beiden Teile die nur eingefleischten Freunde der Filmreihe bekannt vorkommen werden.

Da wir bei Evil Dead nicht von einer Komödie oder einem beliebigen Action Film sprechen kommen wir nun einmal zum spannenden Teil meiner Kritik. Wer sich etwas mit Genre der Horrorfilme beschäftigt wird recht schnell auf die Problematik der in Deutschland beschlagnahmten Filme kommen. Es handelt sich dabei um Filme die aufgrund ihrer expliziten Gewaltdarstellungen und Verharmlosung von Kritik nicht nur indiziert (es handelt sich dabei um Filme die nicht direkt zum Kauf angeboten werden dürfen) sondern in Deutschland überhaupt nicht erworbenen werden dürfen. Um einen solchen Film handelt es sich bei der ungekürzten Fassung des Films Tanz der Teufel, der ganz im Gegensatz zu einer landläufigen Meinungen für mich nach wie vor sehr grenzwertig ist und auch heute noch Kindern nicht zugänglich gemacht werden sollte.

Das Remake des Films selbst ist in Deutschland (Stand Mai 2013) ab 18 Jahre zu sehen. Für Kenner handelt es sich dabei um eine leicht gekürzte Version des Films. Ich möchte an dieser Stelle das Wort leicht in Anführungszeichen setzen denn alle blutigen Szenen werden recht ausführlich gezeigt. Neben einer Machete kamen Teppichmesser, eine Kettensäge, ein Küchenmesser, ein elektrisches Küchenmesser (Anlehnung an den zweiten Teil) und auch eine Nagelpistole zum Einsatz. Wann und wo welches der Werkzeuge zum Einsatz kam überlasse ich der Fantasie des Lesers.

Der Film bewirbt sich selbst als der schockierendste Film den man gesehen hat und das nicht ganz zu Unrecht. Schaut euch den Film bitte nur an wen ihr der Meinung seit dass ihr den originalen Film auch wirklich vertragen könnt, ansonsten hinterlässt der Film bei euch mehr als nur bleibenden Eindruck. ich selbst bin über alle Maßen vom Film begeistert, da er wirklich liebevoll die ursprünglichen Teile aufgegriffen hat. Die Filmeffekte selbst sind weitestgehend ohne Zugabe von Computern entstanden, was für die handwerkliche Kunst des Films spricht. Für mich ist es der beste Film aus dem Bereich der Backwood Slasher den ich bisher gesehen habe.

Autor: Michael Schüler

Ich befasse mich derzeit verstärkt mit dem Thema Fotografie und bin ebenso als Entwickler im Web unterwegs. Dabei interessieren mich verstärkt Themen wie die Modifikation und Erweiterung von Forensoftware sowie Blogsoftware, wie bspweise WordPress.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.